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PODCAST

Das 3x3 Testreporting

Effektives Testreporting ohne Overhead

Richard Seidl und Matthias Groß lächeln gemeinsam in die Kamera bei der Aufnahme der Podcast-Folge, im Vordergrund ein Studiomikrofon.
Bei Richard Seidl im Podcast Software Testing zu Gast: ein Gespräch über gutes Testreporting
KERNTHESEN
  • Testreporting ist das Instrument, an dem alle Beteiligten den Kurs eines Projekts ablesen, und zugleich die am meisten unterschätzte Aufgabe im Testmanagement.
  • Das 3x3-Framework ist aus Projekterfahrung gewachsen, nicht aus einer Norm abgeleitet.
  • Automatisierung macht Reports in DevOps- und Continuous-Delivery-Umgebungen robuster.
  • Auch das Reporting selbst braucht Qualitätssicherung, dafür sorgt ein internes Kontrollsystem.

Wie sieht Testreporting aus, das nicht nur Diagramme produziert, sondern zu konkreten Entscheidungen führt? Darüber habe ich mit Richard Seidl in seinem Podcast Software Testing gesprochen. Im Zentrum der Folge steht ein bewährtes Framework, das in etwa 95 Prozent aller praktischen Reporting-Anforderungen abdeckt: das 3x3 Testreporting.

Die Methode: drei Phasen, drei Perspektiven

Das 3x3 Testreporting ist eine Methode der TestGilde. Es liefert Status, Prognose und IKS-Perspektive in jeder Phase des Testprozesses und beantwortet damit systematisch alle relevanten Fragen zum Projektstand. Die Struktur ergibt sich aus einer einfachen Matrix:

  • Drei Phasen: Testvorbereitung, Testdurchführung, Fehlerbehebung
  • Drei Perspektiven: Status (aktuelle Momentaufnahme), Prognose (voraussichtlicher Verlauf auf Basis historischer Daten) und IKS, das interne Kontrollsystem für Datenqualität und Nachvollziehbarkeit

Aus der Kombination entstehen neun Kategorien, die den gesamten Testprozess abdecken, vollständig, transparent und ohne redundante Informationen. Wer mehr über die Methode und ihre Anwendung erfahren möchte, findet weitere Details in der 3x3-Testreporting-Lösung der TestGilde.

Reporting als Steuerungsinstrument

Ein zentraler Punkt im Gespräch: gutes Testreporting ist kein Selbstzweck, sondern ein Steuerungsinstrument. Statt unerreichbarer Idealziele braucht es realistische Zielkorridore, und statt reiner Rückschau braucht es Prognosen, die auf historischen Daten aufbauen. Nur so führen Reports zu konkreten Handlungen, nicht nur zu weiteren Diagrammen.

Weitere Themen der Folge waren die Automatisierung des Reportings mit Python-Skripten und Datenbank-Integration, interne Kontrollsysteme zur Sicherung der Datenqualität, konsistente Reporting-Formate über mehrere Projekte hinweg sowie der Einsatz von KI als ergänzendes Werkzeug zur Exploration von Testdaten.

Die vollständige Folge gibt es bei Richard Seidl zum Nachhören.

DER AUTOR

Matthias Groß ist Testmanager und Partner der TestGilde GmbH in Esslingen bei Stuttgart und arbeitet seit 2007 in der Softwarequalitätssicherung. Er hat von 2008 bis 2022 an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg gelehrt und betreut dort seit 2015 Projekt- und Bachelorarbeiten. Er ist Mitgründer der Testcommunity TestLänd und Mitglied im Programmkomitee des Software-QS-Tag. Am meisten lernt er im Austausch mit anderen, deshalb liegt ihm die Community so am Herzen.