Wie sieht Testreporting aus, das nicht nur Diagramme produziert, sondern zu konkreten Entscheidungen führt? Darüber habe ich mit Richard Seidl in seinem Podcast Software Testing gesprochen. Im Zentrum der Folge steht ein bewährtes Framework, das in etwa 95 Prozent aller praktischen Reporting-Anforderungen abdeckt: das 3x3 Testreporting.
Die Methode: drei Phasen, drei Perspektiven
Das 3x3 Testreporting ist eine Methode der TestGilde. Es liefert Status, Prognose und IKS-Perspektive in jeder Phase des Testprozesses und beantwortet damit systematisch alle relevanten Fragen zum Projektstand. Die Struktur ergibt sich aus einer einfachen Matrix:
- Drei Phasen: Testvorbereitung, Testdurchführung, Fehlerbehebung
- Drei Perspektiven: Status (aktuelle Momentaufnahme), Prognose (voraussichtlicher Verlauf auf Basis historischer Daten) und IKS, das interne Kontrollsystem für Datenqualität und Nachvollziehbarkeit
Aus der Kombination entstehen neun Kategorien, die den gesamten Testprozess abdecken, vollständig, transparent und ohne redundante Informationen. Wer mehr über die Methode und ihre Anwendung erfahren möchte, findet weitere Details in der 3x3-Testreporting-Lösung der TestGilde.
Reporting als Steuerungsinstrument
Ein zentraler Punkt im Gespräch: gutes Testreporting ist kein Selbstzweck, sondern ein Steuerungsinstrument. Statt unerreichbarer Idealziele braucht es realistische Zielkorridore, und statt reiner Rückschau braucht es Prognosen, die auf historischen Daten aufbauen. Nur so führen Reports zu konkreten Handlungen, nicht nur zu weiteren Diagrammen.
Weitere Themen der Folge waren die Automatisierung des Reportings mit Python-Skripten und Datenbank-Integration, interne Kontrollsysteme zur Sicherung der Datenqualität, konsistente Reporting-Formate über mehrere Projekte hinweg sowie der Einsatz von KI als ergänzendes Werkzeug zur Exploration von Testdaten.
Die vollständige Folge gibt es bei Richard Seidl zum Nachhören.
